Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen auf Flugreisen verzichten wollen. Manche suchen nach klimafreundlicheren Reisemethoden, andere haben Flug- oder Platzangst während wiederum andere am liebsten mit ihrem Hund verreisen würden, ihn aber nicht im kühlen und ungemütlichen Frachtraum mitfliegen lassen. Wer allerdings von der wärmenden Sonne der Balearen träumt, kann auch auf andere Reisemethoden ausweichen. Hier werden einige davon vorgestellt.


Anreise mit dem Auto
Für manche Menschen ist das Auto eine Art Familienmitglied, das beim Urlaub unbedingt dabei sein muss. Wer nach Mallorca reisen möchte, muss nicht auf das eigene Auto verzichten. Je nach Ausgangspunkt kann die Reisedauer variieren, doch sollten ungefähr zwei Tage eingeplant werden. Eine mögliche Route führt durch Frankreich nach Spanien, wobei man die Orte Lyon, Nimes, Narbonne und schlussendlich Port Bou wahrnimmt. Eine Mallorca-Reise mit dem Auto kann also auch den Vorteil haben, dass man an gewünschten Zwischenzielen noch halten und auf Entdeckungstour gehen kann. Mit Kindern unterwegs, könnte sich die Route über Belgien nach Frankreich lohnen – hier liegt das Disneyland Paris auf dem Weg, das eventuell als unterhaltsamer Zwischenstopp eingeplant werden kann. Vom Disneyland aus fährt man abermals über Lyon Richtung Barcelona. Aus dem Süden Deutschlands geht es über die Schweiz und Frankreich am schnellsten. Allerdings muss bei einer Autoreise bedacht werden, dass je nach Fahrzeug hohe Autobahngebühren entrichtet werden müssen. Einige Abschnitte kosten rund 6 Euro pro 100km, andere wiederum schlagen mit ganzen 21 Euro pro 100km zu Buche. Wer hohe Kosten vermeiden möchte, sollte also auch die Reiseroute entsprechend planen.


Anreise mit dem Zug
Weil ein Flug nach Mallorca dank zahlreicher Billigflieger oft nur 30 Euro kostet und Palma eines der am besten an Deutschland angebundenen Ziele ist, denken die meisten Reisenden gar nicht erst über eine Zugfahrt nach. Doch führt auch die Reise mit der Bahn zum Ziel – hierbei handelt es sich um eine klimafreundliche Alternative, die mit mindestens 40 Stunden Fahrt und vergleichsweise hohen Kosten allerdings gut überlegt sein will. Doch liegt auch hier der Vorteil darin, dass die Passagiere die Möglichkeit haben, spannende, auf dem Weg liegende Städte zu erkunden. Junge Menschen machen die langwierige Anfahrt sogar zu einem neuen Trend: „Slow Travel“ nennt sich die umständliche Reiseroute, die allerdings auch als Erfahrung genossen werden kann. Der Reisende nimmt wahr, wie sich die Klimaumstände allmählich ändern und hat die Möglichkeit, tagsüber neue Orte kennenzulernen und nachts weiter Richtung Ziel zu fahren. Auch ein Vorteil ist, dass die Reisenden im Zug auf nichts Besonderes achten müssen – wer beim Zwischenstopp Paris etwa Lust auf ein paar Gläser Rotwein bekommt, darf sich diese genehmigen, ohne die Reise erst am nächsten Tag fortsetzen zu müssen.


Anreise mit der Fähre
Die Anreise mit der Fähre muss eigentlich nicht zwingend gesondert besprochen werden, da sowohl die Anreise mit dem Zug als auch die Anreise mit dem Auto mit ihr abschließen. Allerdings sollte beim Reisebudget auch bedacht werden, dass die Fähre nochmal ziemlich teuer werden kann. Die Fahrt dauert in der Regel zusätzliche acht Stunden, bis angelegt werden kann. Im Sommer, also der Hochsaison der Mallorca-Touristen, werden allerdings auch Fahrten mit der Schnellfähre angeboten, die lediglich vier Stunden dauern.